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Vion-Schlachthof Landshut in der Kritik

Der Vion-Schlachthof im bayerischen Landshut. Foto: BR

Im Vion-Schlachthof Landshut soll es mehrfach zu Problemen bei der Schweineschlachtung und der Hygiene gekommen sein. Auch das Arbeitsrecht wurde nach Angaben der Süddeutschen Zeitung und dem Bayerische Rundfunk missachtet.
So sollen allein in diesem Jahr mindestens sieben betäubte Schweine nicht zuverlässig getötet worden und am Haken vor der Brühanlage aufgewacht sein. Vion teilt unterdessen dazu mit, dass durch eine millionenschwere Sanierung und der Inbetriebnahme des Neubaus zu Jahresbeginn auch der Tierschutz verbessert wurde. Nach Bewertung von Experten verfüge der Schlachthof über eine der tiergerechtesten Betäubungsanlagen für Schweine in Deutschland. Der gesamte Bereich des Zutriebs, der Betäubungsanlage und der Entblutung wurde neu aufgestellt. Zudem bestünden nach Aussage von Vion keine Zweifel an der sicheren und hygienischen Produktion.Das sieht die Stadt Landshut ähnlich, die auf Anfrage der SZ mitteilte, dass die bei Kontrollen festgestellten Mängel "überwiegend" gering und mittelgradig gewesen seien. Sie hätten auf die Lebensmittelsicherheit keine Auswirkung gehabt. Die hygienischen Zustände im Betrieb bewerte man "grundsätzlich als gut". Die Regierung Niederbayerns und das Landratsamt sind da anderer Meinung. So habe es zwei gravierende Verstöße baulicher Art im vergangenen Jahr gegeben, bei dem man eine Verunreinigung nicht sicher ausschließen könne. Auch von einem bis 2015 festgestellten Schabenbefall ist die Rede.Hinzukommen Berichte über Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Mitarbeiter, die über einen Werkvertragspartner am Schlachtband in Landshut arbeiten, erzählen von einer extrem hohen Arbeitsbelastung. Unterlagen, die dem BR und der SZ vorliegen, legen nahe, dass die gesetzliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden am Tag regelmäßig überschritten wurde. Der Landshuter Betrieb teilt auf Anfrage mit, dass man sich zu diesen Vorwürfen nicht äußern könne, da gerade ein juristisches Verfahren laufe. Der Werksvertragspartner äußerte sich ebenfalls nicht zu den Vorwürfen.
 
Hier geht es zum TV-Beitrag des Bayerischen Rundfunks:
 
„Landshuter Schlachthof - Jahrelang Gesetzesverstöße undHygienemängel“