Westpolen: 85 neue ASP-Fälle in einer Woche

In Polen hat das ASP-Geschehen in Grenznähe zu Deutschland stark zugenommen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) greift in Polen mit unvermindertem Tempo um sich. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) meldet kamen allein in der vergangenen Woche weitere 107 Funde der hochansteckenden Tierseuche hinzu. Betroffen waren in der letzten Woche insgesamt 222 neue Wildschweine. Damit sind seit Jahresbeginn bereits 559 Fälle im Schwarzwildbestand nachgewiesen worden. Allerdings ist in diesem Jahr bislang kein Ausbruch der ASP in einem Betrieb mit Schweinehaltung zu verzeichnen. Der Schwerpunkt der Schweinepest liegt weiterhin in der Wojewodschaft Lebus. Diese grenzt im Westen an Brandenburg und Sachsen. In der Provinz Lebus wurden allein in der letzten Woche 85 ASP-Funde bei Schwarzkitteln bestätigt.
Das Risiko der ASP-Einschleppung nach Deutschland bleibt daher hoch. Allerdings dürften die entlang der Grenze errichteten Wildzäune zumindest den Großteil der polnischen Wildschweine an einem Übertritt nach Deutschland hindern. Um die Bejagung der Wildschweine in den ASP-Gebieten zu erleichtern, hat Brandenburg neue Empfehlungen zur Frühjahrsaussaat herausgegeben. So sollen Kulturen wie Mais, die Wildschweine anziehen, so weit wie möglich außerhalb der Kernzone angebaut werden. Innerhalb der Kernzone könnten Sommergetreide oder Körnerleguminosen oder andere niedrig wachsende Kulturen angebaut werden.