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Kassel

[4] Rangniedrige nicht automatisch Opfer Digital Plus

Sind rangniedrige Tiere häufiger Opfer bei Problemen mit Schwanzbeißen? In der Prüfstation der ­­Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) wurden in 27 Durchgängen 383 Pi-Kreuzungen in 12er-Buchten aufgestallt. Sämtliche Besuche der Futterstation (Schauer) und die dabei aufgenommen Futtermengen wurden ausgelesen. Anhand dieser Daten wurden die Schweine in ranghohe und rangniedrige Tiere kategorisiert. Die unkupierten Prüftiere waren Nachkommen dänischer Sauen bzw. Hybridsauen aus dem Zuchtprogramm von Hypor. Zu Beginn der Prüfung und vor Ausstallung des ersten Tieres aus der jeweiligen Bucht wurden alle Prüftiere einzeln auf Ver

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Sind rangniedrige Tiere häufiger Opfer bei Problemen mit Schwanzbeißen? In der Prüfstation der ­­Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) wurden in 27 Durchgängen 383 Pi-Kreuzungen in 12er-Buchten aufgestallt. Sämtliche Besuche der Futterstation (Schauer) und die dabei aufgenommen Futtermengen wurden ausgelesen. Anhand dieser Daten wurden die Schweine in ranghohe und rangniedrige Tiere kategorisiert. Die unkupierten Prüftiere waren Nachkommen dänischer Sauen bzw. Hybridsauen aus dem Zuchtprogramm von Hypor. Zu Beginn der Prüfung und vor Ausstallung des ersten Tieres aus der jeweiligen Bucht wurden alle Prüftiere einzeln auf Verletzungen und oder Nekrosen am Schwanz nach einem deutschlandweiten Schweine-­Bonitur-Schlüssel (DSBS) beurteilt. Die wichtigsten Ergebnisse: Ranghohe Schweine wiesen weniger Stationsbesuche und eine größere abgerufene Futtermenge (164 g/Be­such) auf als rangniedrige Buchten­gefährten (109 g/Besuch). Zu Beginn der Prüfung gab es keine absicherbaren Unterschiede in der Höhe der Rate von Teil- und Totalverlusten des Schwanzes. Ranghohe Prüftiere wiesen 34,6  % Teil- und zu 0,5  % Totalverluste auf. Bei rangniedrigen Buchtengenossen betrugen die Quoten 42,2  % bzw. 2,1  %. Am Ende der Prüfung war die Häufigkeit der Schwanzverluste deutlich angestiegen. Die Unterschiede zwischen ranghoch (56,8  % Teil-, 5,4  % Totalverlust des Schwanzes) und rangniedrig (50,4  % Teil-, 8,0  % Totalverlust) waren allerdings zufällig. Der Anteil von Teil- und Total­verlusten war bei Nachkommen der Dan-Sau mit 47  % zu Beginn der ­Prüfung signifikant höher als bei Nachkommen der Hypor-Sau (35,0  %). Die Gründe blieben unklar. Am Ende der Aufzucht näherten sich die Raten der Tiere mit Teil- oder Totalverlusten des Schwanzes an, mit dem tendenziell höheren Wert bei den Nachkommen der Hypor-Sauen (62,4  % vs. 64,7  %). Fazit: Die Rangposition hat keinen Einfluss auf die Ausprägung von Teil- oder Totalverlusten des Schwanzes durch Caudophagie – zumindest wenn dadurch das Opfer charakte­risiert wird. Kontakt: Sabine.Heckmann@llh.hessen.de