China benötigt mehrere Millionen Zuchtsauen

Durch die ASP-bedingten Keulungen ist China stark auf importierte Zuchtschweine angewiesen.

Chinas Schweinebestand umfasst einst mehr als 46 Millionen Zuchtsauen. Durch den Ausbruch der ASP und die massiven Keulung nahezu allen Landesteilen hat sich der Zuchtbestand schätzungsweise halbiert. Momentan steckt Peking viel Geld und Energie in den Wiederaufbau der Bestände nach der verheerenden Seuche. Doch durch das Wiederaufflackern der ASP werden die Pläne für eine rasche Wiederherstellung der Bestände immer wieder durchkreuzt. Hinzu kommt, dass China den gigantischen Bedarf an Zuchtmaterial nicht aus eigener Kraft generieren kann. Hierzu verfügt das Land über zu wenige Basiszucht- und Vermehrungsbetriebe. Phasenweise ist die Not so groß, dass sogar Mastschweine für die Zucht genutzt werden. Die Volksrepublik muss daher im großen Stil Zuchtschweine aus dem Ausland importieren.
Große Zuchtunternehmen aus Europa und den USA richten sich daher auch auf den Exportmarkt in die Volksrepublik aus. Nach einer Marktumfrage des niederländischen Fachmagazins Boerderij haben im vergangenen Jahr die Zuchtunternehmen PIC, Axiom, Choice Genetics, DanBred, Nucléus und Hendrix Genetics mehr als 20.000 Zuchtschweine nach China geliefert. Nach Daten des französischen Zuchtkonzerns Nucléus wurden im Jahr 2020 insgesamt mehr als 28.000 Großelterntiere in das asiatische Land ausgeflogen. Der Großteil der Zuchtschweine-Exporte erfolgt aus Dänemark und Frankreich. Wobei der Flughafen im bretonischen Brest eine wichtige Bedeutung einnimmt.
Das Exportvolumen könnte sich in diesem Jahr sogar verdoppeln, wie die Zuchtunternehmen prognostizieren. Einige Unternehmen verfügen inzwischen auch über Zuchtkapazitäten in der Volksrepublik oder arbeiten mit dortigen Partnern zusammen.