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Niedersachsen kündigt Ringelschwanz-Prämie an

Meyer
Minister Christian Meyer will Anreize schaffen, auf das Schwänzekupieren zu verzichten.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer will in Niedersachsen eine Prämie für unversehrte Ringelschwänze von Schweinen einführen. Diese sollen Betriebe bekommen, die auf das Kupieren der Schwänze verzichten. Nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer ist für unversehrte Ringelschwänze und Tiere eine Prämie zwischen 16 und 18 € denkbar, um die Mehraufwendungen zu belohnen.

"Gezahlt wird nur für intakte, unversehrte Schweine. Haben mehr als 30 % der Tiere Verletzungen, wird auch für die gesunden Tiere keine Prämie gezahlt", so der Minister. Verpflichtung sei, dass ein mitmachender Betrieb bei allen Schweinen eines Durchgangs auf das Schwänzekürzen verzichtet.

Im Übrigen müsse das Programm von Fachpersonal wie zum Beispiel einem Tierarzt begleitet sein. Meyer stellte heraus: „Die Ringelschwanz-Prämie wird für unversehrte Schweineschwänze ausgezahlt, nicht für den Verzicht auf das Kupieren."

Erstmals wird in Niedersachsen im Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ein Topf speziell für Tierschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Vorgesehen sind für die Förderperiode 2014 bis 2020 rund 28 Mio. €.

Im Tierschutzplan der Vorgängerregierung ist das verbindliche Ende des Schwänzekupierens für Ende 2016 vorgesehen. In Nordrhein-Westfalen hat der dortige Bauernverband mit der Landesregierung ein Abkommen zur flächendeckenden Beendigung des Kupierens ebenfalls für 2016 vereinbart.

Die geplante Einführung einer Ringelschwanz-Prämie wird von Seiten des Zentralverbands der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) und der Opposition kräftig kritisiert. Diese bezeichneten die Maßnahme als "unverantwortlich" und "Roulettespiel" auf Kosten der Tiere.

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