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Frankreich: Soldaten gegen Wildschweine

Im Beobachtungsgebiet sollen die Wildschweine ausgerottet werden.

Die Franzosen befürchten, dass ASP-infizierte Wildschweine von der belgischen Seite nach Frankreich vordringen und auf französischem Boden die ASP verbreiten. Deshalb hat Paris beschlossen, einen Zaun um eine ausgewiesene Beobachtungszone an der Grenze zu bauen. Zudem sollen in der weißen Zone die Wildschweine ausgerottet werden. Man rechnet mit bis zu 800 Abschüssen. Auch tragende Tiere sollen nicht verschont werden. Bislang wurden etwa 130 Tiere geschossen.

Paris setzt zum einen auf Drückjagden, an denen sich zahlreiche Jäger auch aus anderen Regionen beteiligen. Zum anderen ist man auf private Initiativen angewiesen. In dem ausgewiesenen Gebiet sind deshalb sowohl das Nachtschießen als auch Lebendfallen erlaubt. Pro erlegtes Wildschwein erhalten die Jäger einen Bonus von 100 €, wenn das Tier geografisch lokalisiert und in spezielle Behältnisse zur Sammelstelle transportiert wird.

Auch das Militär tritt jetzt in Aktion. Die zunächst 40 freigestellten Soldaten werden zur logistischen Unterstützung sowie als Treiber eingesetzt. Die Armee soll auch das Gebiet nach Kadavern durchsuchen. Alle im sog. weißen Bereich tot aufgefundenen oder erlegten Wildschweine dürfen auf keinen Fall berührt werden. Vielmehr entnehmen Spezialisten entsprechende Proben, die im Labor untersucht werden. Bislang war keine der Proben ASP-positiv.