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EU-Sauenbestand sinkt spürbar

In vielen EU-Ländern ist der Sauenbestand auf einen historischen Tiefstand gesunken.

Die Schweinehalter in der Europäischen Union (EU) haben ihre Bestände in den vergangenen zwölf Monaten bis zum Frühsommer 2019 überwiegend abgestockt. Das geht aus Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hevor. Bei einer Sommerzählung in den 14 Mitgliedstaaten, die etwa 93 % des EU-Gesamtbestandes repräsentieren, wurden demnach insgesamt 137,35 Mio. Schweine gehalten. Das waren 1,7 % weniger als bei der vergleichbaren Erhebung im Vorjahr. Mit Ausnahme der Ferkel unter 20 kg, deren Umfang auf dem Vorjahresniveau von 41,8 Mio. Stück stagnierte, kam es bei allen anderen Tierkategorien zu Einbußen. So wurde bei den Läufern zwischen 20 kg und 50 kg ein Bestandsminus von 3,8 % auf 30,22 Mio. Stück festgestellt. Zudem wurde mit 54,4 Mio. gehaltenen Mastschweinen das Vorjahresniveau um 1,6 % unterschritten. Deutlich schränkten die Erzeuger auch die Sauenhaltung binnen Jahresfrist ein, und zwar um 300.000 Tiere bzw. 2,7 % auf 10,58 Mio. Stück. In allen Ländern außer Spanien brachte die Viehzählung den geringsten Sauenbestand in diesem Jahrzehnt hervor und darüber hinaus auch meist den niedrigsten in diesem Jahrtausend.

Der Abbau der Schweinebestände hat nach Angaben der EU-Kommission im ersten Halbjahr 2019 das Schlachtschweineangebot gegenüber der Vorjahresperiode um fast 2,3 Mio. Tiere bzw. 1,8 % auf rund 127 Mio. Stück sinken lassen. Allein in Deutschland kamen 4,2 % weniger an den Haken als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 27,22 Mio. Tiere verarbeitet. In Spanien ging es mit dem Schlachtaufkommen dagegen um 2 % auf 26,79 Mio. Tiere nach oben. Spaniens Abstand zu Deutschland verkürzte sich so auf 430.000 Tiere. Etwas geringer fiel wegen gestiegener Schlachtgewichte der Rückgang bei der Schweinefleischerzeugung in der Gemeinschaft aus. Diese nahm im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 155.000 t bzw. 1,3 % auf 11,86 Mio. t ab. Hierbei lag Deutschland mit gut 2,58 Mio. t und einem Anteil von 21,8 % an der Gesamtproduktion vorne, trotz einer um 3,7 % gesunkenen Erzeugung. Die spanischen Schlachtbetriebe steigerten ihren Ausstoß dagegen um 2,1 % auf 2,38 Mio. t und brachten es damit auf einen Anteil von 20,0 % an der EU-Erzeugung. AgE