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Französischer Schlachthof angezündet

Der französische Schlachthof Gesler wurde höchstwahrscheinlich mit Absicht in Brand gesetzt.

Bei einem Brandanschlag auf den Schlachthof der Firma Gesler in der Region Auvergne-Rhône-Alpes sind Ende September die Hälfte der Betriebsgebäude und mehrere Fahrzeuge zerstört worden. Wie Frankreichs nationaler Rinderhalterverband (FNB) berichtete, sind am Tatort mehrere Brandbeschleuniger gefunden worden; ein Bekennerschreiben fehlt hingegen. Der FNB und weitere Agrarverbände gehen davon aus, dass es sich um einen weiteren Anschlag militanter Tierschützer handelt. Sie forderten unisono ein entschlosseneres Handeln der Politik. Der FNB beklagte, dass die sich seit Wochen wiederholenden Aufrufe von radikalen Tierschutzverbänden zu Anschlägen auf Fleischbetriebe immer dramatischere Konsequenzen hätten.

Die Präsidentin des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Christiane Lambert, sprach sich auf einer Tierhaltungsmesse in Clermont-Ferrand für eine parlamentarische Untersuchungskommission aus, die gegen Tierschutzverbände ermitteln soll, deren Aktivisten Metzgereien und Lebensmittelgeschäfte beschädigten. Der Staat sei Ordnungshüter, aber lediglich Landwirtschaftsminister Stéphane Travert und nicht der scheidende Innenminister Gérard Collomb habe sich entsprechend geäußert, monierte Lambert. Travert selbst versprach im Rahmen einer Fernsehsendung vergangene Woche, dass er gemeinsam mit dem Innenminister für einen verstärkten Schutz der Betriebe in der Fleischbranche sorgen wolle. Die Sicherheitskräfte seien bereits dort alarmiert, wo es Beschädigungen und Warnungen gegeben habe. AgE