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Kastration: GroKo will Fristverlängerung

Die Große Koalition erwägt, die Kastration mit Schmerzmittel weitere zwei Jahre zuzulassen.

Beim anstehenden Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration keimt jetzt nochmal Hoffnung auf. So hat sich der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD gestern Abend auf eine Fraktionsinitiative geeinigt. Ziel ist, die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration um zwei Jahre zu verlängern. Mit der Abstimmung der Fraktionsinitiative im Bundestag rechnen Insider frühestens nach der Wahl in Bayern, die Mitte Oktober erfolgt.
Mit der Initiative ist die Kuh allerdings noch lange nicht vom Eis. So ist noch unklar, ob das Vorhaben im Bundestag die nötigen Mehrheiten findet. Auch werden die Tierschutz-Verbände nach der gestrigen Entscheidung vermutlich erneut Druck ausüben. Dabei werden sie wohl insbesondere auf die Abgeordneten der SPD einwirken wollen. Klar muss allen Beteiligten zudem sein, dass man mit einer Fristverlängerung zwar Zeit gewinnt. Doch das im Tierschutz-Gesetz verankerte Verbot der betäubungslosen Kastration ist damit nicht aus der Welt. Und es gilt weiter an der Umsetzung des sogenannten 4. Weges zu arbeiten.