Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht (NaWiK) startet

Der Anteil nicht kupierter Ferkel soll steigen.

Der von den deutschen Agrarministern auf den Weg gebrachte Aktionsplan Kupierverzicht soll die Landwirte beim Kupierverzicht unterstützen. Wesentlich stärker als bisher werden die Betriebe künftig gegenüber ihren Überwachungsbehörden darlegen müssen, welche Maßnahmen sie durchführen, um auf das Schwänzekupieren zu verzichten.
Das Forschungsvorhaben NaWiK – Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht geht nun an den Start. Es hat zum Ziel, den Wissenstransfer aller bisherigen Erkenntnisse zum Thema Schwanzbeißen zu gewährleisten bzw. zu optimieren. In einem ersten Schritt soll eine einheitliche Datengrundlage geschaffen werden:

  • zur Ermittlung der Ist-Situation auf den Betrieben,
  • für eine spätere Evaluation der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen,
  • um den Fortschritt auf den Betrieben feststellen zu können.

Das Wissen bisheriger Erkenntnisse und neu gewonnener Ergebnisse und Praxiserfahrungen soll aktiv zu den Tierärzten, Beratern und Schweinehaltern transferiert werden. Es sind eine Reihe verschiedener Umsetzungsschritte vorgesehen.

1. Auf www.ringelschwanz.info werden für Tierärzte, Landwirte und Berater relevanten Informationen gesammelt und zur Verfügung gestellt.
2. Infotelefon: Hierüber soll Auskunft u. a. auch zum Aktionsplan gegeben und geeignete Ansprechpartner vermittelt werden können.
3.Digitale Instrumentarien/Onlinetool: Die Betriebe, Landwirte und Tierärzte werden bei der praktischen Umsetzung von Maßnahmen gegen das Schwanzbeißen durch digitale Instrumentarien un-terstützt. Hierzu soll ein Onlinetool entwickelt werden, über das die notwendigen Informationen erfasst, gebündelt und zentral abgelegt werden können. Dabei sollen bereits vorhandene Daten genutzt, als auch erforderliche Daten ergänztwerden können.
4. App: Diese Informationen sollen nicht nur betriebsindividuell, sondern auch anonymisiert überbe-trieblich ausgewertet werden, um den grundsätzlichen Erfolg der Maßnahmen zu bestimmen. Dazu soll eine App erstellt werden, welche die Erfassungim Stall vereinfachen soll.
5. Videos: Erfahrungen von Leuchtturmbetrieben, die unkupierte Schweine halten, sollen dazu beitragen, Maßnahmen einzuordnen. Ergänzend soll eine Expertengruppe die Situation auf Betrieben in Finnland und Schweden genauer analysieren. Beides ist in Form von Videoreportagen zusammenzufassen.