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Albert Rohlmann, Mäster und WLV-Kreisvorsitzender

„Keine Düngung unter Bedarf“ Digital Plus

Die von Berlin geplante, nochmalige Verschärfung der Düngeverordnung trifft die Tierhalter in meiner Region hart. Denn der Großteil meines Heimatkreises Steinfurt soll nach derzeitiger Lesart rote Grundwasserkörper mit hoher Nitratbelastung aufweisen. In meinem Betrieb sind 80 bis 90% der Flächen betroffen. Vor allem die pauschale Kürzung der Stickst

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Die von Berlin geplante, nochmalige Verschärfung der Düngeverordnung trifft die Tierhalter in meiner Region hart. Denn der Großteil meines Heimatkreises Steinfurt soll nach derzeitiger Lesart rote Grundwasserkörper mit hoher Nitratbelastung aufweisen. In meinem Betrieb sind 80 bis 90% der Flächen betroffen. Vor allem die pauschale Kürzung der Stickstoffdüngung auf 20% unter den pflanzlichen Bedarf tut weh. So treiben wir unsere Ackerfrüchte in die Mangelernährung. Die Erntemengen und Qualitäten brechen ein. Mit weniger Ertrag dürfen wir im nächsten Jahr noch weniger düngen. Das setzt eine Abwärtsspirale in Gang. Ich bin überzeugt, dass die pauschale Kappung der Düngung das Wasser nicht nachhaltig verbessert. Denn mangelernährte Pflanzen können auch weniger Nährstoffe binden. Gleichzeitig explodieren die Güllekosten. Denn auch viele Berufskollegen müssten mehr Nährstoffe abgeben. In unserem Betrieb haben wir die Reserven durch die stark N- und P-reduzierte Fütterung bereits ausgeschöpft, sodass dieser Hebel fehlt. Unser Bauernverband setzt alles daran, die fachlich nicht nachvollziehbare Verschärfung noch abzumildern. Sonst droht ein Strukturbruch.