Milchbar: 20 Ferkel pro Sau absetzen

Nach ersten Erfahrungen können Ammensauen mit Unterstützung einer Milchbar bis zu 20 Ferkel versorgen. Die Technik ist kompakt und verhältnismäßig preisgünstig.

Dr. Onno Burfeind, LVZ Futterkamp, Michael Werning, SUS

Durch die hochfruchtbaren Genetiken sind die Betriebe im besonderen Maße gefordert, die Versorgung aller geborenen Ferkel sicherzustellen. Hier reichen die Lösungsansätze von Ammensauen, deren eigene Ferkel bereits abgesetzt wurden, bis hin zur Beifütterung von Milchaustauscher als Ergänzung zur Versorgung durch die Muttersau.

Ammensau oder Beifüttern

Die zwei Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Wird als natürliche Amme eine Sau eingesetzt, die eigentlich einer vorherigen Abferkelgruppe angehört, treten mehrere Probleme auf. So schlägt man zwischen den Abferkelgruppen eine Infektionsbrücke für Krankheitserreger, wie Streptokokken. Außerdem läuft man Gefahr, dass die Sau zu stark abgesäugt wird und es Probleme bei der Wiederbelegung gibt.

Hinzukommt, dass eine Sau, die bereits drei Wochen gesäugt hat, andere Milch gibt als eine Sau in einem früheren Säugestadium. Bei den jungen Ferkeln kann es dadurch zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen kommen. Die sehr fettreiche Milch verursacht zudem schnell Durchfall.

Auch wirtschaftlich ist der Einsatz natürlicher Ammen genau abzuwägen. Denn diese Tiere stehen zunächst für eine Wiederbelegung nicht zur Verfügung, wodurch sich die durchschnittliche Zwischenwurfzeit im Betrieb erhöht.

Wird stattdessen darauf gesetzt, den großen Wurf bei der Muttersau zu lassen und sie ergänzend mit einem Milchaustauscher zu...

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