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Gießen

[1] Jungsauen bis 250. Tag belegen Digital Plus

In den Ferkelerzeugerbetrieben werden jährlich zwischen 30 und bis zu 50% der Altsauen remontiert. Einige Betriebe scheuen sich davor, Jungsauen zu früh das erste Mal zu belegen. Sie befürchten, dass sich das auf das Durchhaltevermögen auswirkt, wenn die Jungsauen noch nicht die körperliche Reife haben. Nach aktuellen Auswertungen erreichen die meisten Betriebe mit einem Erstbelegungsalter (EBA) von 220 bis 240 Lebenstagen die höchsten Leistungen im ersten Wurf. Ob sich dieser Trend auch bis zum fünften Wurf zeigt, sollten weitere Auswertungen an der Uni Gießen zeigen. Hierfür wurden Daten von fünf Betrieben mit 2686 Jungsauen (Einstallung Wirtschaftsjahr 2014/2015) aus dem db-Sauenplaner verwendet. Je Betrieb wurden 386 bis 955 Erstbeleg

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In den Ferkelerzeugerbetrieben werden jährlich zwischen 30 und bis zu 50% der Altsauen remontiert. Einige Betriebe scheuen sich davor, Jungsauen zu früh das erste Mal zu belegen. Sie befürchten, dass sich das auf das Durchhaltevermögen auswirkt, wenn die Jungsauen noch nicht die körperliche Reife haben. Nach aktuellen Auswertungen erreichen die meisten Betriebe mit einem Erstbelegungsalter (EBA) von 220 bis 240 Lebenstagen die höchsten Leistungen im ersten Wurf. Ob sich dieser Trend auch bis zum fünften Wurf zeigt, sollten weitere Auswertungen an der Uni Gießen zeigen. Hierfür wurden Daten von fünf Betrieben mit 2686 Jungsauen (Einstallung Wirtschaftsjahr 2014/2015) aus dem db-Sauenplaner verwendet. Je Betrieb wurden 386 bis 955 Erstbelegungen bei Jungsauen durchgeführt. Für die Auswertung wurde das EBA innerhalb der fünf Betriebe in drei Gruppen zusammengefasst: bis 250 Lebenstage, 250 bis 270 Lebenstage, über 270 Lebenstage. Hier die Ergebnisse: Zwischen den Betrieben traten erhebliche Unterschiede in der Verbleiberate bis zum 5. Wurf auf. Die niedrigsten Werte wurden mit nur 50,0 bzw. 52,2% festgestellt. Dagegen waren in einem Betrieb noch 77,2% der Sauen in Produktion (siehe Übersicht). Jungsauen mit einem EBA bis 249 Lebenstage erbrachten in drei von fünf Betrieben die höchste Verbleiberate und hatten im Vergleich zu (zu) alt besamten Jungsauen eine zum Teil deutlich längere Nutzungsdauer. Zwischen Sauen mit unterschiedlichem EBA waren die Differenzen in der summarisch erzielten Ferkelzahl vom ersten bis fünften Wurf gering. Nur in den Betrieben 3 und 5 hatten die Sauen mit dem niedrigsten EBA die höchste Ferkelzahl in den ersten fünf Würfen. In den anderen drei Betrieben gab es keine Unterschiede. Innerhalb der Betriebe traten große Unterschiede im Ferkelindex Lebensleistung (Anzahl leb. geb. Ferkel bis fünften Wurf je 100 erstbelegte Jungsauen) zwischen Jungsauen mit verschiedenem EBA auf. Zwischen der Gruppe der jüngsten und der ältesten Jungsauen bei EB bestanden Unterschiede im Ferkelindex Lebensleistung zwischen 500 und fast 2300 Ferkeln (je 100 erstbelegte JS) zu Gunsten der jüngeren Jungsauen. Das bedeutet: Bei frohwüchsigen, vitalen und (geschlechts)gesunden Tieren gibt es keine Einwände gegen eine Erstbelegung zwischen dem 220. und 250. Lebenstag. Mit dem db-Sauenplaner können die Leistungen überprüft und die Entscheidungen ggf. korrigiert werden. Kontakt: Steffen.Hoy@agrar.uni-giessen.de