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Betrieb Feldkamp: "Wir testen die Eberimpfung"

Andreas und Thomas Feldkamp aus Wett­ringen im Münsterland halten 160 Sauen im geschlossenen System und verzichten bereits seit vier Jahren auf die Kastration. „Wir entschieden uns damals für die Jungebermast, weil sich durch die effiziente Futterverwertung und die guten Schlachtmasken gegenüber den Kastraten ein Vorteil von fünf bis sieben Euro pro Tier ergab“, so Betriebsleiter Andreas Feldkamp.

Im Sommer letzten Jahres kam dann der Erzeugerring Münsterland (ERM), der Feldkamps produktionstechnisch berät, auf sie zu. Die Schlachtunternehmen hatten mittlerweile ihre Ebermasken abgewertet und die Stimmen wurden lauter, dass der Absatzmarkt für Jungeber eher schrumpft als wächst. Die Beratungsorganisation sah bei Feldkamps und anderen Ebermästern die Verunsicherung aufkommen, dass sie ihre Tiere mittelfristig nicht mehr vermarkten können. Zudem fehl­­te immer noch ein praktikabler Lö­­sungsansatz für die Ringbetriebe, die betäubungslos kastrieren und dies ab dem 1.1.2021 nicht mehr dürfen. „Der Betrieb bot sich durch seine Strukturen und den Erfahrungen mit der Jungebern als Testbetrieb für die Eberimpfung an. Außerdem konnten wir direkt mit dem Impfen starten, wodurch schnell erste Ergebnisse vorlagen“, so Ringberater Sebastian Homann.

Inzwischen haben Feldkamps als Pilotbetrieb knapp tausend Impfeber gemästet. Stallmanagement, Leistungsniveau und Schlachtqualität sagen ihnen zu. Mehr zu den Erfahrungen des Vater-Sohn-Gespannes lesen Sie in der neuen SUS 1/2020 im Beitrag "Wir testen die Eberimpfung" ab Seite 24.