Polen: Starkes ASP-Geschehen bei Hausschweinen

Dieses Jahr mussten bereits 50 Schweinebetriebe gekeult werden.

In Polen weitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter auf die Hausschweinebestände aus. So erhöhte sich die Anzahl der mit ASP infizierten Betriebe im Laufe dieser Woche auf 49. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2019. Besonders betroffen ist von den jüngsten Ausbrüchen erneut die Region im Südosten Polens an der Grenze zur Ukraine. Dort wurde die hoch ansteckende Seuche Anfang des Jahres 2014 erstmals in Polen festgestellt. Bei den ASP-Ausbrüchen in den Hausschweinebeständen handelt es sich vornehmlich um Kleinstbetriebe mit Hinterhofhaltungen mit bis zu 20 Schweinen. Mitunter wurden aber auch größere Betriebe mit mehr als 1000 Schweinen gekeult. Für Aufsehen sorgten Ende Juli bzw. Anfang August die ASP-Ausbrüche in kleinen Betrieben mit knapp zehn bzw. knapp 20 Schweinen in der Provinz Lebus. Denn die betroffenen Höfe liegen im Westen Polens nur gut 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Neben dem rasanten Anstieg der ASP-Fälle bei Hausschweinen kommt die Seuche auch bei den polnischen Wildschweinen nicht zur Ruhe. So wurden inzwischen knapp 3.000 infizierte Schwarzkittel gezählt.