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PL: ASP-Fälle steigen rasant an

Totes Wildschwein
Von toten Wildschweinen geht noch monatelang ein Infektionsrisiko aus. Bild: Markowska-Daniel

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat das deutsche Nachbarland Polen fest im Griff und breitet sich unter den Wildschweinpopulationen immer schneller aus. Allein vom 1. Januar bis zum 27. Februar dieses Jahres wurden 571 ASP-infizierte Wildschweine gefunden. Hinzukommen vier befallene Hausschweinebestände, darunter auch ein Betrieb mit über 600 Mastschweinen, berichtete kürzlich der Leiter des Nationalen Veterinärforschungsinstituts Prof. Zygmunt Pejsak auf einer Veranstaltung der polnischen Schweinebranche.
Bereits Ende 2017 deutete sich an, dass die Seuche insbesondere unter den Wildschweinen immer weitere Kreise zieht. So fielen von den insgesamt 741 offiziell bestätigten ASP-Fällen allein 388 in das letzte Quartal. Mittlerweile sind in Polen sieben Gebiete ausgewiesen worden, in denen das Virus aufgetreten ist. Fünf dieser Gebiete liegen an den Grenzen zu Weißrussland bzw. der Ukraine und eines grenzt an die russische Exklave Kaliningrad. Hier gilt es als wahrscheinlich, dass infizierte Wildschweine aus diesen Ländern die Seuche einschleppten.
Bei der zuletzt ausgewiesenen Befallszone rund um Warschau geht Prof. Pejsak hingegen von einer Übertragung durch den Menschen aus. Seiner Einschätzung nach breitet sich die Seuche innerhalb der Wildschweinpopulation nur in einem Tempo von etwa 5 km pro Monat aus, da infizierte Tiere schnell massive Krankheitssymptome zeigen und verenden. Diese Theorie stützen auch die Untersuchungsergebnisse, wo nach 80 % der in Feldern und Wiesen tot gefundenen Wildschweine an ASP erkrankt waren. Hingegen wiesen nur 4 % der bei Verkehrsunfällen getöteten Wildschweine das Virus auf, so Pejsak.  

Schlagworte

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