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Brüssel kritisiert Pekings ASP-Bekämpfung

In China werden ASP-infizierte Tiere teils lebendig vergraben.

China leidet August seit dem letzten Jahr an der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Im Internet kursieren zahlreiche Videos, wo ASP-infizierte Schweine in China lebendig vergraben werden. Die EU will, dass Peking diese Praktik stoppt. Auf Drängen der Europaabgeordneten Annie Schreijer-Pierik fordert die Europäische Kommission Peking auf, diese Art der ASP-Bekämpfung sofort zu beenden. Laut EU widerspricht der chinesische Ansatz den internationalen Regeln der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE. Brüssel fordert China daher schriftlich auf, die Tierschutzbestimmungen einzuhalten und die Tierschutzverstöße gegen Schweine zu beenden. Weiterhin weist die EU darauf hin, dass ASP-Viren in verscharrten Kadavern lange überleben und später zu Neuinfektionen führen können.
Allerdings dürfte das Verscharren der infizierten Schweine auch aus der Not heraus geboren sein. So fehlten in China bereits vor dem Ausbruch der ASP geeignete Tierkörperbeseitigungsanlagen. Mit dem Übergriff der Seuche nahezu auf das gesamte Land ist die Tierkörperverwertung jetzt völlig überfordert. Nach Einschätzung von Experten könnten in China 150 bis 200 Millionen Schweine von ASP betroffen sein.