Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Flexible Arbeitszeiten für die ASP-Bekämpfung

Das Arbeitszeitrecht soll in Bezug auf die tierärztliche Notdienstversorgung gelockert werden.

bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder erklärte, dass mit einem starren Zehn-Stunden-Tag die Bekämpfung der ASP nicht möglich ist.

Eine Flexibilisierung beim Arbeitszeitrecht im Hinblick auf eine flächendeckende tierärztliche Notdienstversorgung fordert der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt), Dr. Siegfried Moder. Zwar habe das Bundeslandwirtschaftsministerium mit der Novellierung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) einen ersten richtigen Schritt nach vorne gemacht. Allein mehr Geld reiche jedoch nicht aus, um den tierärztlichen Notdienst flächendeckend über alle Tierarten zu erhalten, erklärte Moder beim bpt-Neujahrsempfang in Berlin. Aus seiner Sicht ist eine Neuordnung der Ruhezeitregelung unumgänglich. Andernfalls würde die bestehende Notdienststruktur zusammenbrechen und damit den Tierschutz gefährden.

Moder begrüßte in dem Zusammenhang den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, der sich für eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit ausgesprochen hatte. Gerade vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sei das wichtig, um bei der Tierseuchenbekämpfung flexibel zu bleiben. „Wer glaubt, dass mit einem starren Zehn-Stunden-Tag die Bekämpfung dieser Seuche möglich ist, der wird sein blaues Wunder erleben“, stellte der bpt-Präsident klar. Ergänzend zu den notwendigen gesetzlichen Änderungen könnte aus seiner Sicht die mobile Tiernotfall-App „Tino“ dazu beitragen, das Notdienstproblem zu minimieren. Die Anwendung soll laut dem Mitentwickler Johannes Schmidt-Mosig im Sommer auf den Markt gebracht werden.