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SUS 3/2020

Impfen gegen Streptokokken

Ein Sauenbetrieb hatte massive Probleme mit Streptokokken. 
Eine gezielte Diagnostik und eine Bestandsvakzine brachten den Erfolg.

Vor dem Einsatz des Impfstoffes verzeichnete der Betrieb hohe Verluste in der Aufzucht.

Ein Sauenbetrieb hatte trotz einem guten Hygienemanagement massive Probleme mit Streptokokken. Der Landwirt berichtete von erhöhten Behandlungsintensitäten im Abferkelstall. Hier traten insbesondere in der zweiten Lebenswoche vermehrt Gelenksinfektionen auf. Zudem kam es in der Aufzucht zu gehäuften Fällen von Hirnhautentzündungen bei Einzeltieren. Trotz vermehrter und zeitintensiver Kontrollen stieg die Verlustrate an. Partieweise lag sie in der Aufzucht bei über 4  %. Es mussten mehr Jungtiere notgetötet oder als nicht marktkonforme Läufer abgegeben werden. Parallel dazu erhöhte sich der Antibiotika-Einsatz.

Zur Verifizierung der Problematik wurden wiederholt erkrankte, nicht behandelte Einzeltiere seziert. Dabei sind über ein halbes Jahr mehrfach vier verschiedene Streptococcus suis-Serotypen identifiziert worden. Andere wichtige Erreger wurden nicht ermittelt.

In Deutschland gibt es keinen zugelassenen konventionellen Streptokokken-Impfstoff. Aus dem benachbarten Ausland berichteten Tierärzte allerdings zunehmend positiv über eine in Frankreich hergestellte bestandsspezifische Streptokokken-Vakzine. Seitdem dieser auch auf dem betroffenen Sauenbetrieb zum Einsatz kommt, hat sich die Problematik spürbar abgeschwächt. Mehr zu diesem Praxisfall lesen Sie in der neuen SUS 3/20 ab Seite 26 im Beitrag "Impfen gegen Streptokokken".