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Tiertransporte: Besondere Vorsicht wegen der Hitze

Bei besonders hohen Temperaturen sollten Landwirte und Viehhändler versuchen, die Tiertransporte in die kühlere Nachtzeit zu verlegen.

Aktuell sorgt eine Meldung über einen Tiertransporter mit hitzegestressten Ferkeln unter anderem auf der Internetseite der Bild-Zeitung für Aufsehen. Der LKW war am Mittwoch auf dem Weg von Dänemark nach Italien als auf der A 7 eine Reifenpanne den Zug zum Stoppen zwang. In der Folge stand das Gespann bei Temperaturen jenseits der 30°C in der prallen Nachmittagssonne und die 700 Ferkel drohten nach Aussage der örtlichen Feuerwehr zu kollabieren. Unter Einsatz von Löschtechnik wurden die Tiere dann mit reichlich Wasser versorgt. Nach der Reparatur des Reifen setzte der Transporter seine Fahrt fort.

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michaela Dämmrich, appellierte noch Anfang der Woche an Landwirte, Viehsammelstellen, Tiertransportunternehmen und Veterinärämter bei Tiertransporten unter extremen Temperaturbedingungen besondere Umsicht walten zu lassen. Da die meisten Transportfahrzeuge über keine Klimaanlage, sondern nur über eine Lüftung verfügen, könne es durch die enorme Hitzebelastung der Tiere in den Transportfahrzeugen zu schwersten tierschutzrechtlich relevanten Belastungen und erheblichen länger anhaltenden Leiden kommen. So heizt sich der Innenraum der Fahrzeuge sich zum Teil auf bis zu 49 °C und mehr auf. Deswegen ist die Tierschutztransportverordnung VO (EG) 1/ 2005 unbedingt einzuhalten, so Dämmrich. Sie schreibt vor, dass Temperaturen von 30°C nicht überschritten werden dürfen. Ein Spielraum von fünf Grad mehr wird nur für eventuelle auftretende Fälle während des Transportverlaufes gestattet, damit das Fahrzeug weiterfahren kann. Tiertransporte innerhalb Deutschlands bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius sind auf die kühlere Nachtzeit zu verlegen.