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Fleischwirtschaft auf Klimawandelrisiken kaum vorbereitet

Die Erderwärmung könnte für die Fleischerzeugung erhebliche finanzielle EInbußen mit sich bringen.

Die globale Milch- und Fleischerzeugung steuert wesentlich zum menschengemachten Klimawandel bei und verbraucht viel Wasser; sie kann durch diese „Umweltsünden“ langfristig aber auch erhebliche finanzielle Schäden erleiden. Dies ist die Auffassung der Organisationen FAIRR und Ceres mit Sitz in London und Boston, die sich in einem Netzwerk zusammen mit großen Investoren für nachhaltige Wertschöpfungsketten einsetzen. Insbesondere der weltweit wachsende Fast-Food-Sektor sei zunehmend anfällig für die Auswirkungen eines sich erwärmenden Planeten auf die Lieferketten für tierisches Eiweiß. Jüngste Analysen von FAIRR, Ceres und anderen hätten ergeben, dass viele bekannte Proteinlieferanten diese Risiken nicht angemessen angingen, heißt es in einer kürzlich erschienenen Studie „Global Investor Engagement on Meat Sourcing“. Bereits 2019 hätten globale Investoren mit einem Vermögen von mittlerweile mehr als 10 Billionen Euro sechs der weltweit größten Fast-Food-Unternehmen aufgefordert, dringend Maßnahmen gegen die Klima- und Wasserrisiken in ihren Fleisch- und Milchversorgungsketten zu ergreifen. Laut Studien des Weltklimarats (IPCC) werden bei einer ansteigenden Erderwärmung die Futtermengen und -qualität abnehmen, sich die Tiergesundheit und Produktivität verringern sowie das Wasser knapp werden. Ein zusätzlicher Temperaturanstieg um 2 °C könne längerfristig zu einer Abnahme der globalen Tierbestände um 7 % bis 10 % und wirtschaftlichen Verlusten zwischen 8,7 Mrd. € und 11,3 Mrd. € führen, so die IPCC-Experten. Die Investoren seien besorgt, dass die großen Fast-Food-Ketten - darunter McDonalds, Burger King, KFC und andere - dadurch großen Schaden nehmen könnten und haben diese laut FAIRR aufgefordert, ihre Lieferantenpolitik in Bezug auf Klima- und Wasserrisiken sowie wissenschaftlich fundierte Ziele zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen und des Wasserverbrauchs zu überarbeiten und zu ändern. Auch müssten klimabezogene Szenarioanalysen erarbeitet werden. Es hätten sich schon einige Unternehmen auf den Weg gemacht, wobei McDonalds in einigen Bereichen am weitesten sei. Es liege aber noch viel Arbeit vor den Fast-Food-Riesen, die im Dialog mit den Investoren 2020 vorangetrieben werde, berichteten Ceres und FAIRR. AgE