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BFL bekräftigt Forderung nach Lokalbetäubung

Die BFL hat erneut auf die Schwierigkeiten bei der Isofluran-Betäubung hingewiesen und die Machbarkeit der Lokalbetäubung hervorgehoben.

Die Bauförderung Landwirtschaft (BFL) hat sich in einem Positionspapier dafür ausgesprochen, die Lokalanästhesie von Ferkeln durch den Landwirt als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration doch möglich zu machen. Wie die BFL vergangene Woche mitteilte, wurde eine entsprechende Stellungnahme zum Referentenentwurf einer „Verordnung zur Durchführung der Narkose mit Isofluran“ an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner geschickt. Darin stellt die Vereinigung der Beratung und Wirtschaft fest, dass die Vermarktung unkastrierter Schweine im Handel auf Schwierigkeiten stoße und dies negative Einkommenseffekte auf den Betrieben bewirke. Die Vollnarkose mit Isofluran ist laut BFL aufwändig und teuer und gerade für kleinstrukturierte Betriebe kaum zu stemmen. Zudem habe die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Defizite beim Anwenderschutz festgestellt, so dass sowohl Tierhalter wie Tierärzte eine Anwendung mit Isofluran ablehnen würden. Darüber hinaus bewirke diese Methode, dass für die hiesigen Betriebe durch höhere Kosten ein Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen EU-Staaten wie Dänemark entstehe. „Die deutschen Schweinehalter müssen die gleichen Möglichkeiten haben wie ihre ausländischen Kollegen“, fordert die BFL in ihrer Stellungnahme. Es sei vollkommen unverständlich, dass Menschen in Deutschland ohne Rezept und Fortbildung den Wirkstoff Lidocain in jeder Apotheke kaufen und zur örtlichen Betäubung anwenden dürften, während dies den Tierhaltern verwehrt werden solle. Die BFL fordert deshalb, bei der Ferkelkastration nicht nur eine Narkose, sondern auch eine ausreichende Betäubung zuzulassen. Diese müsse auch vom Landwirt durchgeführt werden können, da eine „flächendeckende Durchführung der Betäubung von Ferkeln durch Tierärzte nicht möglich ist“. AgE