Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Kastration: Agrarminister müssen handeln!

Dr. Frank Greshake von der LWK NRW mahnt an, dass die Nerven bei den Ferkelerzeugern blank liegen.

Nach der überraschenden Ablehnung der Fristverlängerung im Agrarausschuss des Bundesrates am letzten Montag geht es am 21. September weiter. Dann wird Bayern einen sogenannten Plenarantrag im Bundesrat einreichen. In politischen Kreisen in NRW besteht Skepsis, ob sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer tatsächlich des Themas annehmen. Da ist der Blick eher auf die Agrarministerkonferenz (AMK) der Bundesländer am 26. bis 28.September gerichtet. In der AMK könnte eine finale Entscheidung fallen – muss aber nicht. Theoretisch ist für eine Fristverlängerung noch Zeit bis Jahresende. Für die Ebnung des sogenannten 4. Weges mit lokaler Betäubung bleibt indes nicht mehr genug Zeit. Doch wo noch eine andere politische Mehrheit herkommen soll, wenn Ende September wieder nicht entschieden werden sollte, darf kritisch hinterfragt werden.

Dr. Frank Greshake, Landwirtschaftskammer NRW.

Trotzdem: Entscheidungen bei Ferkelerzeugern oder Mästern wären jetzt noch verfrüht. Die Hängepartie läuft jetzt schon mehrere Jahre. Auf ein paar Wochen mehr sollte es nicht ankommen. Aber. Die Nerven liegen blank bei den Sauenhaltern. Mal eben Eberferkel produzieren ist zwar einfach gesagt. Doch die Vermarktung muss laufen. Und die ist ohnehin schwierig genug. Deshalb: Die Politik muss jetzt Farbe bekennen. Sonst entscheiden sich viele Ferkelerzeuger für den Ausstieg aus der Produktion. Nachher hören wir dann die Klagen aus der Presse und Politik über den massenhaften Ferkelimport aus dem Ausland.