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Klöckner: MuD-Betriebe wichtiger Teil einer Nutztierstrategie

Julia Klöckner hat noch einmal betont, wie wichtig die MuD-Betriebe und das neue staatliche Label für mehr Tierwohl sind.

Die Bedeutung der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz für die Weiterentwicklung der Schweinehaltung in Deutschland hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hervorgehoben. „Wir brauchen in Deutschland eine moderne Nutztierhaltung, die gesellschaftlich akzeptiert ist und einen Fokus auf das Wohl der Tiere legt. Gleichzeitig muss sie wirtschaftlich tragfähig sein, damit unsere Lebensmittel auch zukünftig in Deutschland produziert werden können. Beides gilt es in Balance zu bringen“, erklärte die Ministerin beim dritten Fachgespräch der MuD Tierschutz in Bonn. Deshalb seien die Ansätze der beteiligten Betriebe so wichtig. Sie würden von Landwirten mitentwickelt. Denn entscheidend sei, dass sich neue Maßnahmen auch im Betriebsalltag praxistauglich zeigten.

Die Modell- und Demonstrationsvorhaben, die mit etwa 6 Mio. € jährlich gefördert würden, seien ein bedeutsamer Bestandteil für die Nutztierstrategie der Bundesregierung. „Ich will die Tierhaltung in Deutschland halten“, bekräftige Klöckner. Wichtig sei es, konkrete Vorstellungen darüber zu haben, wohin es weitergehe. Für BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden ist das Faszinierende an den Modell- und Demonstrationsvorhaben, dass Landwirte im engen Austausch Wege zu mehr Tierwohl erproben. Sie seien die Botschafter, um genau das ihren Berufskollegen zu vermitteln. Mehr Tierwohl ist im Wirtschaftsunternehmen Bauernhof möglich, zeigte sich Eiden überzeugt.

Klöckner wies darauf hin, dass sie auf Änderungen in der Genehmigungspolitik bei Stallbauten hinwirke, um ein Mehr an Tierwohl zu erreichen; dies betreffe Anpassungen im Baugesetzbuch und in der Technischen Anleitung (TA) Luft. Mögliche Gesetzesänderungen bedeuteten aber nicht, dass es Neubauten von Ställen geben werde, um den Tierbestand zu erweitern, stellte Klöckner klar. Die Ressortchefin betonte zudem, dass auch eine Sensibilisierung bei den Genehmigungsbehörden gebraucht werde, denn in den einzelnen Landkreisen werde sehr unterschiedlich entschieden. AgE