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Auf Wurfqualität züchten

Für österreichische Züchter ist die optimale Wurfgröße mit homogenen und vitalen Ferkeln das Ziel. Die Pig Austria hat einen Index für Wurfqualität eingeführt.

Individuelle Geburtsgewichte über 1.000 g steigern die Überlebenschance der Ferkel.

Die österreichische Organisation Pig Austria gewichtet seit Kurzem die Wurfqualität mit 20 % im Gesamtzuchtwert bei Landrasse und Edelschwein. In diesen fließen die durchschnittlichen Geburtsgewichte (30 %), die Streuung der Gewichte (50 %) sowie die Bewertung der Wurfvitalität (20 %) mit ein. Dadurch kommt es zu einer Umrangierung der Tiere in der Population. Zudem wird künftig der Wurfvitalitäts­index bei den KB-­Ebern extra aus­gewiesen. Die Zuchtwerte sind auf ein Populationsmittel von 100 Punkten und eine genetische Standardabwei­chung von 20 Punkten standardisiert.

Neue Gewichtung der Zuchtziele bei den Mutterrassen.

Auch das mütterliche Verhalten ist zu einem kleinen Teil genetisch bedingt und auch hier ist eine gezielte Selektion möglich. Aus diesem Grund hat die Pig Austria einen Mütterlichkeitsindex eingeführt, der für die Besamungseber extra ausgewiesen wird. Der Index setzt sich aus den folgenden Merkmalen zusammen: Abferkelverhalten in­klusive aggressives Verhalten der Muttersau gegenüber ihren Ferkeln, Erdrückungsverluste während der Säugeperiode sowie Gesamteindruck der Mütterlichkeit während der gan­zen Säugeperiode. Im Index wird das jeweils mit 25% gewichtet.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Zusammenspiel von optimalen Geburtsgewichten, Ferkelvitalität, gute mütterliche Eigenschaften sowie beste Managementmaßnahmen während der Säugeperiode der Schlüssel für eine hohe Anzahl abgesetzter Ferkel ist. Aus diesem Grund ist ein Wurfvitalitätsindex in das österrei­chische Schweinezuchtprogramm der Mutterlinien aufgenommen worden.