Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

German Genetic und Tierschutzbeauftragte im Gespräch

Andreas Müller, Ariane Kari, Dr. Julia Stubenbord, Rainer Müller, Jörg Sauter, Silke Müller (v.l.n.r.)

Auf Einladung von German Genetic fand auf dem Stiftsgrundhof der Familie Müller ein umfassender Austausch mit der baden-württembergischen Tierschutzbeauftragten Dr. Julia Stubenbord zum Thema „Tierschutz“ statt. Man war sich einig, dass ein Strukturbruch innerhalb der Ferkelerzeugung in Baden-Württemberg und Deutschland unbedingt verhindert werden muss. Denn ein weiteres Anwachsen von Ferkel- und Mastschweineimporten aus dem Ausland wäre kontraproduktiv zu den Bemühungen um mehr Tierschutz.

Schwerpunkt des Gesprächs waren die zwei großen Hauptthemen „Kastration“ und „Kupierverzicht“. Dabei wiesen die Vertreter von German Genetic darauf hin, dass insbesondere in Süddeutschland die Möglichkeit einer chirurgischen Kastration bestehen bleiben müsse. Zum Thema Schwanzkupierverzicht zeigten Rainer und Andreas Müller während eines intensiven Stalldurchgangs verschiedene Ansätze aus Haltung, Fütterung und Genetik. Gleichzeitig verwiesen die beiden Betriebsleiter immer wieder darauf, dass alle Bemühungen und Maßnahmen keine hundertprozentige Garantie gegen „Schwanzbeißen“ sei. Ad hoc einen Kupierverzicht umzusetzen, führe zu einer Verschiebung der Tierschutzproblematik.

Allerdings müsse man sich jetzt auf einen gemeinsamen Weg begeben, der die Basis für eine erfolgreiche weitere Schweineproduktion im Südwesten darstellen könne. „Schnellschüsse“ aus purem Aktionismus seien dabei keine Lösung, sondern würden vielmehr das Vertrauen der Landwirte in eine nachhaltige Unterstützung der Politik schwächen. Dafür sei ein enger und permanenter Austausch in allen tierhaltungsrelevanten Fragen notwendig, betonte Hans-Benno Wichert zum Abschluss des Gesprächs und bot Dr. Stubenbord den Schweinezuchtverband als partnerschaftliches Gegenüber in Form einer „lebendigen Kultur des Austausches und der konstruktiven Diskussion“ an.

Original-Pressemitteilung Download