Verbraucher lieben es günstig

Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück haben die Kaufbereitschaft für Tierwohlfleisch getestet. Trotz Aufklärung wird der Preis zum Hemmnis.

Prof. Dr. Ulrich Enneking, Hochschule Osnabrück

Verschiedene Umfragen haben ergeben, dass 20 bis 50% der Verbraucher bereit sind, deutlich mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn es nach höheren Tierschutz-Standards produziert ist. Um zu erfahren, wie der Kunde bei entsprechenden Angeboten tatsächlich reagiert und welchen Mehrpreis er akzeptiert, hat die Hochschule Osnabrück ein Experiment vorbereitet. An der Studie beteiligten sich insgesamt neun Edeka- und neun NP-Märkte (Discounter) der Regionalgesellschaft Minden-Hannover. Es wurden Standorte sowohl im ländlichen (geringe Kaufkraft) als auch städtischen Bereich (mittlere bzw. hohe Kaufkraft) einbezogen.

Von günstig bis Premium

Die ausgesuchten Märkte nahmen neun Wochen lang den Abverkauf von Selbstbedienungsware bei Bratwurst, Minutensteaks und Gulasch unter die Lupe. Wählen konnte der Kunde zwischen Schweinefleisch der Preiseinstiegsmarke Gut und Günstig (G+G) und der Premiummarke Bio Janssen. Außerdem wurde die neue Produktlinie „Tierwohl“ im mittleren Preissegment platziert. Hier bieten die Landwirte den Tieren unter anderem 10% mehr Platz und mehr Spielmöglichkeiten an.

Die neu eingeführte Tierwohl-Ware wurde in den Testwochen 1 bis 5 zunächst ohne Label, Flyer und Aufsteller in die Testmärkte...

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