Steigende Schlachtzahlen: DC sucht neue Mitarbeiter

Der ASP-Ausbruch in Deutschland und die starke Asien-Nachfrage treiben die dänischen Schlachtzahlen hoch.

Aufgrund des zunehmenden heimischen Schlachtschweineangebotes und einer steigenden Schweinefleischnachfrage in Asien will der dänische Fleischkonzern Danish Crown (DC) an den Standorten Ringsted, Horsens und Blans insgesamt 375 neue Mitarbeiter für die Schlachtung, Zerlegung und Verpackung einstellen. Dies sei die größte Rekrutierungsrunde bei DC seit der Eröffnung des neuen Schlachthofs in Horsens vor mehr als 15 Jahren, teilte das Unternehmen mit. Es bestehe Hoffnung, dass erfahrene Schlachthofmitarbeiter gewonnen werden könnten, doch werde sicher ein großer Teil neu ausgebildet werden müssen.

Laut DC wurden in dänischen Schlachtstätten seit Jahresbeginn gut 3 % mehr Schweine geschlachtet als im Vorjahreszeitraum und diese Entwicklung dürfte sich beschleunigen, nachdem in Deutschland die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen wurde. Nach dem dadurch bedingten Verlust von Drittlandsmärkten und dem Preisverfall für Ferkel in Deutschland lohne es sich für dänische Erzeuger wieder mehr, die Tiere selber aufzuziehen, erläuterte DC. „In den nächsten zwei bis drei Monaten erwarten wir jede Woche etwa 15 000 mehr Schlachtschweine als vor einem Monat angenommen wurde“, erklärte DC-Schweinebereichsleiter Søren F. Eriksen.

Wie der genossenschaftliche Fleischkonzern weiter berichtete, war in den vergangenen 18 Monaten die Nachfrage nach dänischem Schweinefleisch in Drittländern sehr gut, und sie dürfte durch den Ausfall Deutschlands als Lieferant noch größer werden. China sei bei weitem der wichtigste Absatzmarkt, aber auch Japan, Korea, Australien und die Länder in Südostasien würden ihre Aufmerksamkeit nun verstärkt auf Dänemark richten. AgE