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Osnabrück

[2] Vitamin D unterstützt Geburtsprozess Digital Plus

Die biologischen Leistungen in der Ferkelerzeugung haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Bei einigen Betrieben liegt die Anzahl lebend geborener Ferkel pro Wurf mittlerweile bei 17. Häufig führen derart große Würfe zu Geburtsverschleppungen und zu mehr tot geborenen Ferkeln. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem Vitamin D3 zu, welches dem Futter bisher als Cholecalciferol zugesetzt wird. Es muss im Körper erst zur aktiven Form umgebaut werden. Ob sich die Zuführung des Vitamin-D3-Metabolits 25-OH-D3 positiv auf den Geburtsverlauf auswirkt, sollte an der Hochschule Osnabrück im Rahmen einer Bachel

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Die biologischen Leistungen in der Ferkelerzeugung haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Bei einigen Betrieben liegt die Anzahl lebend geborener Ferkel pro Wurf mittlerweile bei 17. Häufig führen derart große Würfe zu Geburtsverschleppungen und zu mehr tot geborenen Ferkeln. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem Vitamin D3 zu, welches dem Futter bisher als Cholecalciferol zugesetzt wird. Es muss im Körper erst zur aktiven Form umgebaut werden. Ob sich die Zuführung des Vitamin-D3-Metabolits 25-OH-D3 positiv auf den Geburtsverlauf auswirkt, sollte an der Hochschule Osnabrück im Rahmen einer Bachelorarbeit auf einem Praxisbetrieb mit 1 500 Sauen untersucht werden. Über einen kompletten Produktionszyklus wurde 2 000 I. E. Vitamin D3 durch entsprechenden 50 µg des vermutlich besser verfüg­baren 25-OH-D3 (Rovimix® Hy-D®) ersetzt. Es wurden Sauen ab dem zweiten Wurf berücksichtigt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:In beiden Gruppen wurden weit überdurchschnittliche Gesamtferkelzahlen je Wurf erreicht (18,7 bzw. 20,8 in der Versuchsgruppe, s. Übersicht). Aufgrund der größeren Würfe waren die Geburtsgewichte in der ­Versuchsgruppe signifikant niedriger.In puncto Totgeburten unterschieden sich die Gruppen nicht signifikant voneinander (1,6 vs. 1,4 tot geborene Ferkel je Wurf). Durch die schnelle Geburtshilfe konnte die Zahl der ­tot geborenen Ferkel begrenzt werden. Bei der Geburtsdauer vom ersten bis zum letzten Ferkel unterschieden sich die beiden Gruppen nicht signifikant. Der Einsatz von 25-OH-D3 führte zu einem signifikant schnelleren Abgang der Nachgeburt. Die Ge­samtgeburtsdauer bis zum Abgang der Nachgeburt war demnach in der Kon­trollgruppe höher als in der Versuchsgruppe (544 vs. 444 Minuten). Der zeitliche Abstand zwischen den Ferkeln war in der Versuchsgruppe etwas geringer (17,8 vs.16,1 Minuten). Fazit: Im vorliegenden Fütterungsversuch führte der Einsatz von 25-OH-D3 zu einem signifikant schnelleren Abgang der Nachgeburt. Kontakt: Prof. Dr. Heiner Westen­darp (h.westendarp@hs-osnabrueck.de)